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Im Internet ist Vorsicht geboten

Schnell kann man Opfer und Täter werden

 PHM Joachim Iwanek von der Polizeiinspektion Auerbach besuchte auf Einladung der Lehrkräfte die Mittelschule Hahnbach und informierte die 8., 9. und 10. Klassen über im Interent lauernde Gefahren.

Internetgefahren_Iwanek_2011

Sehr interessiert zeigten sich die Schüler -hier der 8. Klassen- an den Ausführungen von PHM Iwanek.

Er demonstrierte an zahlreichen Fällen aus dem Bereich des Landkreises und der Stadt Amberg, dass auch hier die Jugendlichen längst den bekannten Gefahren ausgesetzt und nicht selten in krimineller Weise betroffen sind. Seine Nachfrage bei den Schülern, wer in Gimy oder Facebook vertreten sei bzw. diese nutze, ergab, dass sehr viele hier Erfahrungen besitzen. Deutlich wurde in diesem Zusammenhang auch, dass die meisten sich mit PC und Internet besser auskennen als ihre Eltern. Iwanek stellte den Jugendlichen Problembereiche und Delikte wie Kinder- und Jugendpornographie und ihre Verbreitung, Nötigung und Missbrauch, Cybermobbing, Beleidigung, Bedrohung, illegale Tauschbörsen, „Abzockseiten“ sowie Verstöße gegen das Urheberrecht und Verletzung der Privatsphäre als die häufigsten Delikte vor, die im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets immer wieder vorkommen. An zahlreichen Beispielen machte er deutlich, dass jeder sehr leicht Opfer, aber auch Täter werden könne; als Folgen nannte er unter anderem, dass PC und Handy in diesem Zusammenhang sehr schnell eingezogen würden.

Dringendst empfahl er, in den Chat-Profilen keine persönlichen Daten anzugeben und möglichst auch keine Fotos einzustellen. Es gebe Leute, die diese Bildergalerien wie Kataloge durchgingen und sich ihre Opfer aussuchten, aber auch Personalchefs von Firmen nützen das Netz und beim Auffinden von zweifelhaften Fotos oder Angaben habe man bei der Berufswahl schlechte Karten. Man sollte unbekannten Usern von Chatrooms mit einem gesunden Misstrauen begegnen, denn niemand kontrolliere, ob deren Angaben wahr seien. Das Gegenteil sei eher die Regel. Er riet dringend dazu, bei kriminellen Vorfällen oder Problemen, möglichst rasch die Polizei einzuschalten, denn nur wenn schnell gehandelt werde, könne oft größerer Schaden durch eine Weiterverbreitung vermieden werden.

Eltern und Lehrern empfahl er, sich mit diesen neuen Medien vertraut zu machen, einmal um „mitreden“, dann aber auch um Schaden von Kindern und Jugendlichen abwenden zu können.