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Lernen durch Bewegung

Lernblockaden erkennen und lösen

Eine hochinteressante schulhausinterne Fortbildung für die Lehrkräfte und als Kooperationsveranstaltung auch für die Erzieherinnen der örtlichen Kindergärten fand in der Grundschule Hahnbach mit der Referentin Christina Paul aus Etzenricht, Fachoberlehrerin und Lernberaterin für Praktische Pädagogik statt. 

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Sie machte deutlich, dass in unserer Gesellschaft bereits die Schüler unter Leistungsdruck stehen, der Stress erzeuge und in der Folge nicht selten zu Blockaden im Gehirn führe, was wiederum Lernschwierigkeiten oder/und Verhaltensauffälligkeiten nach sich ziehe. Sie erläuterte, wie man solche Blockaden identifizieren und durch praktische Übungen aus der Kinesiologie und aus der Evolutionspädagogik lösen könne.

Anhand von Schautafeln erklärte sie das Modell der Evolutionspädagogik, welche von Ludwig Koneberg entwickelt wurde. Demnach durchlaufe das menschliche Gehirn in seiner Entwicklung im Zeitraffer noch einmal die Evolution. Auf jeder Stufe stehen nach dieser Lehre bestimmte Fähigkeiten im Mittelpunkt, die der Mensch alle braucht, um sein Leben erfolgreich zu meistern.

Die sieben Evolutionsstufen (Fisch, Amphibie, Reptil, Säugetier, Affe, Urmensch) entsprechen den Entwicklungsstufen des menschlichen Gehirns; sie greifen ineinander und stehen in Wechselwirkung miteinander. Für jede Stufe gibt es spezielle Bewegungsübungen fürs Gehirn. Dadurch können individuelle Stärken eines Menschen entdeckt und zur Entfaltung gebracht werden. Die gute Nachricht ist aber, dass Verhaltensblockaden, Defizite und emotionale Kompetenzen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch trainiert und integriert werden können. Somit können sich Lernschwierigkeiten und Defizite auflösen, Denken und Handeln werden verbessert, Talente können sich zeigen. Es entsteht Gleichgewicht! (nach http://www.befreiteslernen.de/2.html

Als ein bei Schülern häufig auftretendes Phänomen nannte die Referentin die Links-Rechts-Blockade, die neben Schwierigkeiten beim Unterscheiden von links und rechts für das Verwechseln ähnlicher Buchstaben, Problemen beim flüssigen Lesen und beim Schriftbild verantwortlich ist. Die Referentin erläuterte die Aufgaben der beiden Hirnhälften und die Notwendigkeit ihres Zusammenwirkens. Wenn dieses nicht funktioniert, entstehen Blockaden. 

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An praktischen Übungen zeigte Frau Paul, wie man solche Blockaden erkennen und auch lösen kann. Auch die Probleme von und mit ADS- und ADHS-Kindern führte sie auf Defizite in der "Reptil-Stufe" der Gehirnentwicklung und entsprechende Blockaden zurück und präsentierte auch hier Bewegungsübungen zur Therapie. 

Unter dem Motto "Vom Stress in die Balance" unterhält Frau Paul auch eine Praxis für praktische Pädagogik, in der sie Hilfe suchenden Eltern anbietet, mit Hilfe von kinesiologischen Muskeltests Stressauslöser festzustellen und passende Übungen zur Therapie aufzuzeigen.

(Kontakt: Christina Paul, Nelkenweg 4, 92694 Etzenricht, Tel. 0961/5115, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)