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Hahnbach. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach „Kinder haben Rechte!“ nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a am Freitag, den 11. Oktober 2019, am Workshop zum Kinderrecht „Schutz vor Gewalt“ teil.

So durften ergänzend zur Ausstellung, welche am Montag in der Grund- und Mittelschule Hahnbach eröffnet wurde, 23 Kinder gemeinsam mit ihrer Klassenleiterin Kerstin Schreglmann als Referentin Selina Kunisch begrüßen. Sie führte in die seit 30 Jahren bestehenden Kinderrechte gekonnt ein und definierte zudem den im Art. 19 verankerten „Schutz vor Gewalt“, um den es im Workshop gehen sollte. Gemeinsam mit Henriette, der plüschigen, bunten Handpuppe, erarbeiteten die Drittklässlerinnen und Drittklässler zunächst den für die Grundschüler abstrakten Begriff ‚Gewalt‘. Die Tafel füllte sich zusehends mit Schüleräußerungen und neben körperlicher Gewalt, wie „Schubsen“ und „Schlagen“, wurde die Aufzählung auch durch Gewalt, „die die Seele verletzt“ ergänzt. Hierzu zählen zum Beispiel „Beleidigungen“, „Streit mit Freunden und in der Familie“. Die Kinder entdeckten zudem, dass nicht jede vermeintliche Gewalttat mit Absicht geschieht. Bewertungen erfolgten durch ein Stimmungsbarometer, welches zeigte, dass Taten wie „Haare ziehen“ eher niedrig und „Krieg“ und „das Töten“ hoch eingestuft werden.

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Die Kinder zeigten auf Initiation von Frau Kunisch ein Feingefühl für Stimmungen und Gefühle anderer und konnten ihre schauspielerischen Fähigkeiten bei einer Gefühlspantomime beweisen. Abschließend wurde durch sehr realitätsnahe und im Vorfeld eigens verfilmte Alltagsbeispiele im Rahmen des Spiels „1, 2 oder 3! Letzte Chance – vorbei!“ für den Ernstfall geübt. So konnten die Kinder bestärkt werden, Gewalt angemessen entgegenzutreten und sich vor dieser zu schützen.

Kerstin Schregelmann, Lin

 

Pressemitteilung Nr. 284/19    Amberg-Sulzbach, 23.10.2019 vom Landratsamt Amberg-Sulzbach, Fr. Christine Hollederer

                                              Kinderrechte anschaulich und leicht verständlich verpackt

                                              Roll-up-Ausstellung macht Station an der Grundschule Hahnbach

 Amberg-Sulzbach. Jedes Kind auf dieser Welt hat Rechte. Diese sind festgehalten in der UN-Kinderrechtskonvention, die vor exakt 30 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Im Jubiläumsjahr hatte sich der Maxl Spielebus, ein Gemeinschaftsprojekt von Kreisjugendring und Kommunaler Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach, dieses Themas angenommen. Die Verantwortlichen hatten sich dafür insgesamt 10 Kinderrechte herausgepickt, die in den einzelnen Gemeinden im Amberg-Sulzbacher Land thematisiert und mit den Kindern vor Ort bearbeitet wurden. Dabei durften die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Gedanken zu Papier bringen. Einige der Bilder wurden im Anschluss an die Spielebustour auf Roll-ups verewigt. Diese Roll-ups können nun von Grundschulen gebucht und das Thema Kinderrechte mit Schülern der Klassen 1 bis 4 intensiv besprochen werden. Den Auftakt machte nun die Grundschule in Hahnbach.

Landrat Richard Reisinger lobte bei der Premiere die herausragende Aufbereitung der Materie. „Mit den von den Kindern mitgestalteten Roll-ups kann das Thema Kinderrechte mit kindgerechten Worten und anschaulichen Animationen super vermittelt werden“, sagte der Landkreischef beim Pressetermin in der Aula der Grundschule Hahnbach. Bürgermeister Bernhard Lindner zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Umsetzung des Themas in einfacher Sprache. Es sei auch schon für Grundschüler wichtig, ihre Rechte zu kennen und für diese im Alltag einzutreten, so Lindner.

Die Kommunale Jugendpflegerin des Landkreises Amberg-Sulzbach, Claudia Mai, gewährte nicht nur Einblicke in die Entstehung der Roll-ups, die in Kooperation mit Studentinnen des Studiengangs Medienproduktion und Medientechnik an der OTH Amberg-Weiden entstanden waren, sondern gewährte auch einen Ausblick und mögliche Einsätze der Roll-ups an Grundschulen im Landkreis. Mithilfe der Roll-ups mit den kindgerechten Bildern könnten die Kinder die Texte besser verstehen und mit Unterstützung der Lehrer das allgemeine Thema Kinderrechte mit Bezug auf eigene Erfahrungen besser bearbeiten

Interessierte Schulen können sich an die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach wenden. Claudia Mai ist telefonisch unter 09661 / 52858 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Der Kreisjugendring stellt darüber hinaus für spezielle Workshops eine Förderung von 200 Euro in Aussicht. Informationen dazu telefonisch unter 09661 / 52820 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Foto: Christine Hollederer

Gruppenfoto der Hahnbacher Grundschüler*innen mit Anita Kinscher, Claudia Mai (beide KoJa), Cornelia Bäuml (KJR), Bürgermeister Bernhard Lindner, Landrat Richard Reisinger, Rektor Heinz Meinl, sowie den Lehrerinnen Maria Liebig und Kerstin Schreglmann (hintere Reihe v.li.) vor den neu gestalteten Roll-ups zum Thema Kinderrechte.