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Betriebserkundung Baeckerei 2019 05 07 23 min

Im Fach „Soziales“ informierten sich Schülerinnen der Klasse 8M mit Fachoberlehrerin Lydia Demleitner-Kotz über den Beruf des Bäckers und Konditors in der Bäckerei Wiesnet im Marktkern von Hahnbach. In der Backstube wurden wir von Bäckermeisterin und Konditorin Gabriele Wiesnet, die den Betrieb bereits in fünfter Generation führt, begrüßt.

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Im Hinblick auf ihre Berufswahl erfuhren die Schüler noch Wissenswertes über die Ausbildungsdauer, Arbeitszeiten, den Berufsschulstandort in Amberg, den Verdienst, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Tätigkeiten im Bäckerhandwerk. Ein guter qualifizierender Hauptschulabschluss sei eine der Voraussetzungen, um diesen kreativen, abwechslungsreichen und vielseitigen Beruf mit Zukunft zu ergreifen, so Gabriele Wiesnet.

Zuerst versammelten sich die Schülerinnen im Konditorraum, wo uns Frau Wiesnet die Zubereitung von Biskuitteig mit der großen Teigrührmaschine demonstrierte.

Hier war das genaue Abwiegen der Zutaten wichtig. Die Schaummasse aus Eier und Zucker wurde mit einer sehr großen Rührmaschine geschlagen.

Nach kurzer Zeit wurde noch Mehl und Fett untergehoben und der Teig von den Schülerinnen jeweils in kleine Herzformen gefüllt. Nach dem Backen durfte jeder ein gebackenes Biskuitherz mitnehmen, passend für den Muttertag.

Beeindruckt waren die Schüler von den vielen arbeitserleichternden Maschinen, wie z.B. der automatisierten Beförderung des Mehls vom Keller in die Backstube. Dafür stehen drei Mehlsilos mit verschiedenen Mehltypen im Keller. Das Tragen von Mehlsäcken ist nicht mehr erforderlich.

Als nächstes wurden die Zutaten für die Spitzel abgewogen. Das Kneten des Spitzelteiges mit Frischhefe und weiteren Zutaten hat eine Knetmaschine erledigt, das Mehl wurde automatisch abgewogen und dazugegeben.

Der Teig wurde portioniert, gewogen und anschließend in die Wickelmaschine gegeben. Diese formte blitzschnell viele kleine Teigstränge. Frau Wiesnet zeigte den Schülerinnen, gekonnt, wie man aus drei Strängen und mit einigen Tricks ein Spitzel flechten kann. Im Anschluss daran versuchte sich jede darin, was viel leichter aussah, als es war.

Mit der Ausroll-, Teigteil- und Schneidemaschine sahen wir eine sehr schnelle Möglichkeit, Semmeln zu formen. Die bekannte Kaisersemmel bekam in der Stüpflmaschine ihr unverwechselbares Muster. 

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Der große Backofen, das Herzstück der Bäckerei, und der Gärschrank mit Feuchtigkeitszugabe und einer computergesteuerten Anzeige erleichtern das Backen ungemein.

Die Bäckerei Wiesnet ist der einzige noch backende Betrieb in Hahnbach, wo Handarbeit noch groß geschrieben wird.

So konnten die Schülerinnen die Meisterin noch beim flinken Formen von Brez´n „live“ erleben.

Der Besuch wurde abgerundet mit einem Einblick in einen bebilderten Ordner mit vielen kreativen Torten aus eigener Herstellung der Konditorin, welche für verschiedene Anlässe hier bestellt werden können.

Eine Schülerin bedankte sich stellvertretend für alle bei der Meisterin für ihre ausführliche, praxisorientierte und kurzweilige Gestaltung dieser Stunde in der Bäckerei.

Mit Faltblättern zum Bäckerhandwerk sowie den gebackenen Biskuitherzen und vielen Eindrücken traten die Schülerinnen den Heimweg in die Schule an, mit dem Wissen, wo das Gebäck aus dem Pausenverkauf in der Schule hergestellt wird.