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Wildkräuter – die versteckten Helden und unser regionales vergessenes Superfood 

Zwei Schulstunden befassten sich die Schüler*innen im Wahlfach „Schulgarten-AG“ mit dem Thema: „Erkennen und Verwerten von heimischen Wildkräutern“. Dazu lud Frau Demleitner-Kotz die Kräuterpädagogin Edith Niebler aus Ammerthal/Viehberg ein. Sie hat dazu ihr Fachwissen an die Schüler*innen aus den 5. und 7M Klassen weitergegeben. Eine kurze Einführung von Frau Niebler mit Erläuterungen zum Sammeln weckte Neugier in uns für das Thema Wildkräuter. Nicht nur im Frühling und Sommer ist das Sammeln von Wildkräutern angesagt: Auch im Winter findet man wilde Kräuter in der Natur. Sie schießen im Frühling förmlich aus dem Boden – am Wegesrand, im Wald und auf Wiesen. Auf den geeigneten Standort ist allerdings zu achten. Wildkräuter sind lecker und obendrein ein Gesundheitskick für den Körper.

Mit allen Sinnen sammelten wir also Wildkräuter auf dem Schulgelände. Im Bereich des Grundschulpausenhofes und im Schulgarten fanden wir u.a. Brennnessel, deren Triebspitzen ähnlich wie Spinat zubereitet werden können. Sie liefert u.a. Kieselsäure und Eisen, was zur Stärkung der Haare und des Bindegewebes beiträgt. Die Brennnessel enthält dreimal so viel Kalzium und viermal so viel Eisen wie Grünkohl. Außerdem bietet sie zweimal so viel Magnesium wie Grünkohl und sechsmal so viel wie Kopfsalat. Als Jauche angesetzt stärkt sie auch unsere Kulturpflanzen.
Übrigens ernähren sich ca. 40 Schmetterlingsarten von der Brennnessel.
Von Frau Niebler erfuhren wir auch, wie man Brennnesseln anfasst und verarbeitet, ohne dass sie brennen!

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Nach dem Sammeln wurden die Kräuter sortiert, um evtl. ungeeignetes auszusortieren. Frau Niebler brachte einige „wilde Probiererle“ mit. Ein Wildkräutergebäck und Knusperoliven waren sehr begehrt. Für den Brotaufstrich wurden die gesammelten Kräuter gewaschen, gehackt und mit Frischkäse, Feta, Gewürzen und den Kräutern vermengt. Als Getränk gab es Rhabarber-/Himbeersirup.

Tipp: Zur Vermeidung von Verwechslungen sind bebilderte Ratgeber in Buchhandel und Internet zu empfehlen.

Als Andenken an diese Stunden folgte noch eine kreative Arbeit. Die Schüler konnten Kräuter ihrer Wahl (mit Blatt und Blüte) auf Karten mit Teppichklebeband kleben, mit feinem Sand ausstreuen und beschriften und somit für lange Zeit haltbar machen.

Unsere Schulgärtner werden jetzt mit ganz anderen Augen in ihrem Garten oder in der Natur unterwegs sein und vielleicht so manches wilde Kraut selber verwenden!

Unser Fazit: Nichts wie raus an die frische Luft – und Wildkräuter sammeln die man gut (er)kennt! Beispielsweise auf dem Hahnbacher Natur- und Erlebnisweg wird man schnell fündig.