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IMG 20190606 181818 min Was herauskommt, wenn zwei „Musiker

durch und durch“ mit der kompletten Grundschule, sprich 150 Schülern, ein Singspiel aufführen und Rektor Heinz Meinl als „Jahrhunderte alter Baum“ zum Erzähler wird, haben kurz vor den Pfingstferien die Hahnbacher erleben dürfen. „Die bayrische Vogelhochzeit“, ein echtes „Großprojekt“ mit Spiel, Musik und Tanz steckte von Anfang an alle an und entließ Spieler und Zuhörer begeistert in den Frühlingsabend.

Solistinnen und Regina minIMG 20190606 190408 minverantwortliche Akteure min

 Nach der Generalprobe am Vormittag vor den Schülern wurden am Abend ca. 500 Zuschauer vom Elternbeirat mit Häppchen und Getränken empfangen. Die große Josef-Graf-Turnhalle war liebevoll geschmückt mit allerlei Vögeln, Eulen, Schmetterlingen, Gänsen, Vogelhäuschen, Störchen und übergroßen Schmetterlingen in einem kleinen Birkenwald.

Regina Rester-Achhammer und Michael Zollinger, beide Musiklehrer an der örtlichen Max-Prechtl-Schule probten bereits seit Weihnachten mit den Kindern. „Es war uns eine große Freude, zu sehen, wie dieses erweiterte Lernen funktioniert und der Erfolg immer deutlicher wurde“, erklären sie. Manche (un)geahnte Talente kamen da nämlich zum Vorschein, welche sich einen Sologesang zutrauten oder sogar zweistimmig im Duett auftraten. Allen aber tat diese Förderung der „emotionalen Intelligenz“ äußerst gut, war man sich einig. Und so wird diese harmonische Grundschulabschlussfeier mit vielen guten Erinnerungen mit Sicherheit den Kindern in bester Erinnerung bleiben.

Musikalisch begleitete sie Michael Zollinger auf seinem Akkordeon und mit ihren Klarinetten überzeugten Irene Klier, Stefanie Daubenmerkl und Saskia Krügelstein.

 

Doch auch die Kinder mit orffschen Instrumenten wie dem Xylophon, verschiedenen Percussions, einem Glockenspiel oder dem Metallophon waren konzentriert und präzise bei der Sache. Den Auftakt machte eine 12köpfige Bläsergruppe, „Nachwuchskinderkirwapaare“ mit bayrischen Weisen, Blumenkindern, Hasen, Meise, Schlange und der Sonne. Ein großer frischer Kinderchor sang sich Raum füllend unter Regina Rester-Achhammer fröhlich und mit schwungvollen Gesten in die Herzen der Eltern, Großeltern und Geschwister.

Den Darstellern sah man die Freude an ihrem Auftritt regelrecht an. Beschwingt und immer lächelnd wurde da „angebandelt“, kennengelernt, ein Nest gebaut, Brutpflege betrieben, aus den Eiern geschlüpft, die Eltern geknuddelt, „Würmer“ verspeist und an die jüngeren Zuschauer verteilt und natürlich auch gekuschelt. Selbst eine eigene Vogelschule war zu besuchen, bis die Küken nach manchem weiteren Lernen selber wieder den Kreislauf des Lebens mit einer weiteren Vogelhochzeit weiterdrehen.

Nestwrme minNest nachts im Wald minVogelschule1

Die 12 Titel des Singspiels stammen vom bekannten Kinderliederkomponisten Rolf Zuckowski, der altes Liedgut mit den beiden Musikern von Sternschnuppe kombiniert und hierfür arrangiert hat. Bei vielen Erwachsenen hatte man den ganzen Abend den Eindruck, dass sie am liebsten mitgesungen hätten, mit den Füßen mitgewippt haben wohl die meisten. Stehenden Applaus gab es nach 60 Minuten für alle Mitwirkenden, besonders für die „Superleistung“ von Regina Rester-Achhammer. Ein großer Dank ging auch an Lehrer Michael Zollinger, einem „Urgestein in Sachen Musik“, mit dessem letzten Schuljahr nun „leider eine Ära zu Ende gehe“, so Rektor Meinl.

(Autorin des Artikels: Marianne Moosburger)