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Einen nicht alltäglichen Schulvormittag verbrachte am Dienstag, den 07.06.16, eine Schülergruppe der 8. Klasse im Fach „Soziales“ mit Fachoberlehrerin Lydia Demleitner-Kotz in der Kindertagesstätte St. Josef in Hahnbach.

Unsere Schüler bekamen im sozial-pädagogischen Berufsfeld Einblick in die Tätigkeiten von ihrem „vielleicht“ zukünftigen Beruf in diesem Bereich.

Marianne Winkler, die Leiterin der Kindertagesstätte, begrüßte alle Anwesenden im Turnraum und stellte die Einrichtung vor. Träger ist die Katholische Kirchenstiftung Hahnbach. Die Kinder sind in der  Kinderkrippe und im Kindergarten angemeldet; für die Schulkinder der 1.– 4. Klassen ist es möglich, die Kindertagesstätte zu besuchen, den Kindergarten  besuchen 3 – 6-jährige und Kinderkrippe ist ab dem 1. – 3. Lebensjahr.

Eine Legebild in der Mitte des Raumes veranschaulichte das Konzept der Einrichtung „Kindertagesstätte – „klein einsteigen – groß rauskommen“. Ein Ballspiel forderte die Schüler gleich zu Beginn. Dieses Spiel sollte demonstrieren, dass auch die erziehenden Personen oft reaktionsschnell auf ihre Schützlinge reagieren müssen. Danach bekam jeder Schüler den Auftrag, auf eine Karte zu schreiben, was sie mit dem Wort Kindertagesstätte verbinden.

Ein Rundgang durch 2 Kindergartengruppen und die Kinderkrippe schloss sich an.

Der Kindergartenauftrag lautet: Bilden – Betreuen – Erziehen. Die Ziele und Basiskompetenzen sind, laut Frau Winkler, im Bildungs- und Betreuungsplan festgelegt.

Für die Schüler war es interessant, aus erster Hand zu erfahren, wie man Kinderpfleger/in und Erzieher/in werden kann.

Beeindruckt waren die Schüler, dass die Bewertungen der Fächer Deutsch, Mathematik, PCB, Musik, Religion, Kunst, Sport und Soziales für eine erfolgreiche Bewerbung in diesen Berufen durchaus wichtig sind. Positiv für die Bewerbung wirken sich auch das Spielen eines Instrumentes und gute Kenntnisse in der Bedienung eines PC aus.

Zu den Aufgabenbereichen dieser Berufsgruppe gehören alle Arbeiten, die bei der Betreuung, Erziehung und Pflege von Säuglingen, Klein- und Kleinstkindern anfallen.

Die Tätigkeiten der Kinderpflegerin/des Kinderpflegers sind sehr vielseitig; sie reichen z.B. vom Anleiten zum Spielen, Malen, Werken und Turnen über das Vorbereiten von Festen bis zum Ersetzen der familiären Bezugspersonen mit Vorbildwirkung und vielem mehr.

Derzeit haben Schüler und Schülerinnen sehr gute Aussichten, in diesem Berufsfeld eine Anstellung zu bekommen.

Aus der Praxis haben wir die Zahlenschule mit den Vorschulkindern erleben dürfen.

Frau Martina Gerstacker durfte die Kinder aus der Sonnengruppe kompetent und spielerisch in ihrer Vorschulzeit durch die Zahlenlandschule führen. Alle waren beeindruckt, was die Kinder schon für ein Zahlenverständnis im Bereich 1 – 10 haben und mit welcher Selbstsicherheit und Freude sie ihr Wissen mit verschiedensten Aufgaben demonstrierten. Wir alle durften erfahren dass eine Mathestunde im Kindergarten durchaus anspruchsvoll sein kann und auch Hausaufgaben gerne und mit einer großen Gewissenhaftigkeit gemacht werden.

Mit einer Reflexionsrunde  und einem „Kindergartenrezept“, vorgelesen von Frau Winkler, schloss dieser sehr kurzweilige Vormittag.

Frau Winkler verwies darauf, bei Interesse an einer Ausbildung im Kindergarten sollten unbedingt einige Praktika absolviert werden. Diese Gelegenheit werden nun einige Schüler der kommenden 9. Klasse nützen.

Die Stunden waren viel zu schnell vergangen, und bald traten wir mit vielen schönen Eindrücken den Weg zurück zur Schule an.

Ein großes Dankeschön an die Kindergartenleitung und das Kindergartenteam, das uns ganz herzlich aufgenommen hat!